Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation

Sie sind hier:

Bereichsnavigation

Hauptinhalt

Otto-Hahn-Straße 12

Nach dem Einzug im Sommer 2014 wurden aufgrund von Mitarbeiterhinweisen Raumluftmessungen auf organische Verbindungen in einigen Büroräumen des Gebäudes Otto-Hahn-Str. 12 durchgeführt. Es wurden Raumluftproben in Räumen, verteilt über das gesamte Gebäude, genommen. In einigen Räumen wurden 2014 und 2015 Leitwerte für flüchtige organische Verbindungen gemessen, die einen erhöhten Lüftungsbedarf anzeigen. Ebenfalls wurden in einigen Räumen Vorsorgerichtwerte für Styrol leicht überschritten. Neben den Büroräumen wurde auch ein Seminarraum (mit technischer Lüftung) gemessen. Dort werden alle Richtwerte eingehalten. 

In der letzten Messkampagne im Sommer 2016 wurden unter Nutzungsbedingungen keine Überschreitugen für Leitwerte und Richtwerte festgestellt. Der Sachverständige sieht keinen weiteren Handlungsbedarf hinsichtlich weiterer messtechnischer Untersuchungen auf chemische Stoffe in der Raumluft. Der Bericht ist unter dem 6. Spiegelstrich unten abrufbar.

 

 

Folgende Maßnahmen werden derzeit durchgeführt: Tägliches Lüften im Rahmen eines Lüftungsmanagements. Ein morgendliches Lüften wird durch den Wachdienst durchgeführt. Tagsüber sind alle Nutzerinnen und Nutzer aufgefordert, gemäß der Arbeitsstättenrichtlinie regelmäßig, möglichst stündlich zu lüften. Eine Information zum Lüftungsmanagement (pdf) des Dezernats für Bau- und Facilitymanagement ist hinterlegt.

Die geruchlichen Auffälligkeiten sind in einigen Bereichen noch wahrnehmbar. Da bisher keine Quelle indentifiziert werden konnte, werden weitere Verfahren eingesetzt. Mittels Prüfkammerverfahren wird der Fußbodenbelag auf mögliche andere chemische Verbindungen untersucht. Die Bewertung von Gerüchen ist ein sehr schwieriges Thema. Einen Stand der Technik stellt der sogenannte AGÖF-Geruchsleitfaden dar. Die AGÖF ist eine Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute. Ziel ist eine unabhängige Bewertung der Geruchsintensität und -qualität im Gebäude durch sachverständige Baubiologen. Eine entsprechende Bewertung wird in den nächsten Wochen erwartet.  

Die Betriebsärztin der TU Dortmund empfiehlt,  dass aus reinen Vorsorgegründen, für die Dauer der neuen Bewertungen, das Angebot an Schwangere, bei Wunsch den Raum zu wechseln, Bestand haben sollte. Es handelt sich nicht um ein Aufenthaltsverbot entsprechend gesetzlicher Vorgaben oder toxikologischer Bewertungen, sondern um eine individuelle Fürsorgemaßnahme aus reiner Vorsorge. Zu den gesundheitsrelevanten Fragestellungen fand am 25. Juni 2015 eine Informationsveranstaltung mit dem Toxikologen Prof. Kraus des Uniklinikums Aachen statt. Den Folienvortrag (intranet, pdf) können Sie hier nachlesen.

Eine Ad-hoc Arbeitsgruppe des Umweltbundesamtes hat Leitwerte für die Summe flüchtiger organischer Verbindungen (TVOC) abgeleitet. Darüber hinaus werden von der Arbeitsgruppe Richtwerte für einige bekannte Stoffe veröffentlicht. Der Richtwert I (RW I - Vorsorgerichtwert) beschreibt die Konzentration eines Stoffes in der Innenraumluft, bei der bei einer Einzelstoffbetrachtung nach gegenwärtigem Erkenntnisstand auch dann keine gesundheitliche Beeinträchtigung zu erwarten ist, wenn ein Mensch diesem Stoff lebenslang ausgesetzt ist. Eine Überschreitung ist allerdings mit einer über das übliche Maß hinausgehenden, unerwünschten Belastung verbunden. Aus Gründen der Vorsorge sollte auch im Konzentrationsbereich zwischen Richtwert I und II gehandelt werden, sei es durch technische und bauliche Maßnahmen am Gebäude oder durch verändertes Nutzerverhalten (Lüften). Der RW I - Wert kann als Zielwert bei der Sanierung dienen. In zahlreichen Veröffentlichungen wird dargelegt, dass ca. 60% aller Neubauten anfängliche Raumluftbelastungen über den Vorsorgerichtwerten ausweisen.

Für Rückfragen und Ihre gesundheitlichen Sorgen steht die Betriebsärztin, insbesondere Schwangeren gerne in den Sprechzeiten dienstags von 14-16 Uhr im Zwischenbau B auf dem Campus Süd oder telefonisch unter -5555 zur Verfügung.

 

Wichtig ist eine regelmäßige Lüftung durch die Nutzer, mindestens stündlich. Diese Maßnahme ist übrigens nicht einer möglichen Schadstoffbelastung geschuldet, sondern der normalen Raumhygiene.

Weitere Informationen werden immer als Rundmail über die Einrichtungsleitungen bekannt gegeben.