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Unfalluntersuchung

Die gesetzlich vorgeschriebene Unfallmeldung erfolgt wie bisher, sofort durch die Verunfallte/ den Verunfallten bzw. die Verantwortlichen (z. B. Einrichtungsleitungen, Hochschullehrer, Laborleiter):

  • bei Unfällen von Beschäftigten an das Referat 7,

  • bei Unfällen von Studierenden an das Studentenwerk, 

  • bei Unfällen von Beamten an das Dezernat 3.

  • Die Dokumentation mit Verbandbuch- und Unfallmeldung und die Verfolgung jedes Unfalls durch Referat 7 und ggf. den externen Arbeitsschutzstellen (Unfallkasse, Bezirksregierung Arnsberg) bleiben unverändert, werden jedoch durch die „Fadenkreuzmethode“ ergänzt.

 

Nach einer Vorstellung der „Fadenkreuzmethode“ zur Unfalluntersuchung, durch die Betriebsärztin der TU Dortmund, in der Sitzung des Arbeitsschutzausschusses am 10. Mai 2012, gibt es die Empfehlung diese Methode anzuwenden. 

 

Unfalluntersuchung mit Hilfe der Fadenkreuzmethode

Arbeitsschutz heißt in erster Linie Prävention. Aber trotz immer umfangreicher werdenden Schutzmaßnahmen und Sicherheitsaktionen gibt es immer wieder Situationen, die zu Arbeitsunfällen führen. Diese Ereignisse müssen sorgfältig ausgewertet werden, um Erkenntnisse zu gewinnen, aus denen gezielt weitere Präventivmaßnahmen abgeleitet werden.

Nachfolgend wird eine systematische Methode beschrieben, mit dem Ziel die Beschäftigten und Studierenden intensiver bei Unfalluntersuchungen einzubinden. Ein weiteres Ziel ist, die Verantwortlichen (z. B. Einrichtungsleitungen, Hochschullehrer, Laborleiter) bei der Ursachenermittlung und an der Maßnahmenableitung verstärkt zu unterstützen.

 

Bei der Ursachenermittlung wird neben den Aspekten Technik und Organisation auch auf das Verhalten der Beschäftigten, der Studierenden, des Umfelds und auch auf das Verhalten des/ der Verantwortlichen für die Forschungs- und Lehrarbeiten eingegangen.

Damit die Ursachenermittlung möglichst umfassend durchgeführt werden kann, geben wir hier einige Anregungen für Fragen, die bei der Ermittlung der Ursachen mit berücksichtigt werden sollten. Diese Anregungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

 

Bitte benutzen Sie dieses Formblatt (pdf, intranet) zur schriftlichen Dokumentation.

 

Ermittlung der technischen Ursachen:

  • Welche technischen Ursachen haben zu diesem Unfall geführt?

  • Was waren die Ursachen für die mögliche Störung?

 

Ermittlung der organisatorischen Ursachen:

  • Gibt es Arbeitsanweisungen und Betriebsanweisungen für diese Arbeitsabläufe?

  • Sind die Anweisungen so formuliert, dass man danach arbeiten kann?

  • Sind die Mitarbeiter/ Mitarbeiterinnen/ Studierenden entsprechend der Arbeitsanweisungen und Betriebsanweisungen unterwiesen?

  • Wie ist der Zugang zu Hilfsmitteln (z. B. Leitern, Werkzeug usw.) geregelt?

  • Wie häufig muss der Arbeitsablauf von der/ dem Verantwortlichen (Vorgesetzten, Laborleiter, Praktikumsbetreuer ..) kontrolliert werden?

  • Wie sah das Arbeitsumfeld aus?

 

Ermittlung der Ursachen, die im Verhalten der/ des Verantwortlichen für die Arbeiten liegen:

  • Hat die/ der Verantwortliche für die Arbeiten die Mitarbeiter/ Mitarbeiterinnen/ Studierenden über den genauen Arbeitsablauf unterwiesen?

  • Hat sie/ er überprüft, ob seine Mitarbeiter/ Mitarbeiterinnen/ Studierenden den Anweisungen entsprechend arbeiten?

 

Ermittlung der Ursachen, die im Verhalten der/ des Verunfallten liegen:

  • War die/ der Verunfallte über die Ausführung der Arbeit unterwiesen?

  • Wurde die Arbeit schon häufiger ausgeführt?

  • Waren der/ dem Verunfallten alle Gefahren bekannt?

  • Liegt ein Regelverstoß vor? Was sollte durch den Regelverstoß erreicht werden?

 

Neben den individuell ermittelten Aktivitäten gibt es eine Reihe bewährter Präventionsmaßnahmen, die helfen, das Sicherheitsbewusstsein zu erhöhen. Hierzu zählen unter anderem:

  • Verabredungen zwischen Verantwortlichen/ Vorgesetzten und Verunfallten treffen und einhalten, Feedback bei Rundgängen oder Gesprächen geben

  • Regelmäßige Gespräche zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern in Form von Sicherheitsgesprächen und Unterweisungen

  • Regelmäßige Sicherheitsbegehungen durch die Verantwortlichen der Lehr- und Forschungsbereiche.

 

Diese Beispiele sind als Anregungen zu verstehen und müssen entsprechend der betrieblichen Gegebenheiten umgesetzt werden. Entscheidend ist eine sichtbare Kontinuität in der Umsetzung. Nur so wird allen Hochschulangehörigen deutlich, dass das Thema Arbeitsschutz in der TU Dortmund wirklich ernst genommen wird.